Unsere Einstellerin Steffi berichtet von ihrer abenteuerlichen Stallsuche…

Ich bin Steffi und zu mir gehört meine 9-jährige braune Stute Dina. Sie lebt seit Ende März auf dem Heide-Trail Dolle. Nach 10-jähriger beidseitiger Pendelei bin ich nun endgültig nach Magdeburg zu meinem Freund gezogen. Meine Tochter hatte in Magdeburg unlängst zu studieren begonnen und meinen Job in Dessau konnte ich dank der Möglichkeit von mobilem Arbeiten unproblematisch mit dem neuen Lebensmittelpunkt vereinbaren. Da ich weiterhin jede Woche für ein paar Tage in Dessau arbeiten würde, fiel der Abschied nicht so schwer, denn auf meine Freunde vor Ort, mein Theater-Abo oder auch den Kühnauer See musste ich auch zukünftig nicht verzichten.

Oberste Priorität: Die Gesundheit meiner geliebten Dina

Blieb nur noch meine Stute Dina, deutsches Sportpferd, die ihr ganzes Leben auf einem Hof in Chörau (nahe Dessau) mit Wald- und Flusszugang verbracht hatte. Der Nachteil dieser Idylle: mein leichtfuttriges Stütchen hatte über die Jahre hinweg viel zu viele Extrapfunde angesammelt. Da sie den lieben langen Tag bis zur Brust in frischem Grün stand, konnte ich trainieren wie ich wollte. Dagegen kam ich nicht an. Jede Dienstreise, jeder Urlaub bedeutete mindestens ein graues Haar mehr, da ich wusste, dass meine Süße in dieser Zeit weiter futterte, futterte und futterte…

Wenn Dina also den Ort ihrer Geburt schon verlassen musste, dann sollte sie doch wieder genauso schön unterkommen und von dem Wechsel zudem profitieren. Und wenn ich mich schon auf die Suche begeben musste, dann wollte auch ich endlich einen richtigen Reitplatz, der saisonunabhängig nutzbar wäre; die Möglichkeit, vor Ort zu trainieren und nicht jedes Mal mit dem Hänger über etliche Dörfer gurken zu müssen und natürlich mindestens ein so schönes Gelände wie wir es in der Mosigkauer Heide hatten. Denn wir sind ausgesprochen leidenschaftlich auf weiter Flur und im tiefen Unterholz unterwegs.

Die Suche begann und ging weiter und weiter und weiter…

Und damit ging meine Odyssee los. Nenne mir irgendeinen beliebigen Stall in der Umgebung von Magdeburg und ich kann mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit Auskunft geben. Am Ende hatte ich mir 35 Pferdepensionen angeschaut und war teilweise fassungslos, wie Pferde heute noch gehalten werden, ohne dass man tierschutzrechtlich dagegen vorgehen kann.

Gerade bei vergleichsweise guten Trainingsbedingungen waren die Pferde häufig, wenn überhaupt, täglich nur wenige Stunden an der frischen Luft, um die restliche Zeit in tristen Boxen in Einzelhaft in oft muffigen, schlecht belüfteten Ställen zu verbringen.

Weit verbreitet auch das Modell: im Sommerhalbjahr ganztägig auf der Weide mit unbegrenztem Zugang zu Grün und im Winterhalbjahr ganz im Stall oder mit wenigen Stunden auf winzigen, freudlosen und matschigen Paddocks. Damit also ganzjährig problematisch. Es kam vor, dass mir ganz elendig zumute war, wenn ich mich zum Gehen wandte und die armen Pferde dort zurücklassen musste.

Stimmte das Tierwohl einigermaßen, hatte man als Reiter meist nicht viel zu lachen. Weit abgelegene Koppeln in Windkraftanlagen, wo man praktisch immer allein gewesen wäre; weder Reitplatz noch Sattelkammer oder komplett inexistente Sanitäranlagen waren nur einige der „Highlights“. Auch schönes Ausreitgelände ist rund um Magdeburg eher Mangelware, sieht man von jenseits der Elbe hinter Schönebeck ab. Und dem Norden, dort, wo die Colbitz-Letzlinger Heide beginnt.

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Dort in Dolle wurde ich fündig.

Eines schönen Tages schaute ich mir den Heide-Trail in Dolle an und war begeistert!

Glückliche Pferde, die zusammen in einer bunten Herde auf einem durchdachten abwechslungsreichen Paddock Trail leben, der jede Menge Bewegungs- und Beschäftigungsanreize bietet und von wunderschönem weitläufigen Gelände umgeben ist.

Bereits in Bau ist zudem ein zweiter paralleler Trail, um auf die spezifischen Bedürfnisse von leicht- und schwerfuttrigen Pferden eingehen zu können und trotzdem die Nähe aller Pferde zueinander zu ermöglichen. Neben einem Round Pen gibt es einen großen überdachten, beleuchteten und ganzjährig nutzbaren Reitplatz. Eine gemütliche Gemeinschaftsküche lädt zum Verweilen und Plaudern und ermöglicht dank gutem WLAN auch Arbeiten am Rechner, wenn es sich gerade nicht vermeiden lässt.

Am schönsten ist es, auf der großen Terrasse in den weichen Farben der Abendsonne zu sitzen und den Pferden vor der Weite der Heide beim Bummeln zuzuschauen. Die Stimmung im Stall ist stimmig und der Ort so schön, weil ihn gute Menschen zu einem solchen gemacht haben. Verena und Micha leben ihren Traum mit so viel Herzblut und Wärme, dass ich mich trotz der kurzen Zeit, die wir erst hier sind, bereits heimisch fühle. Und auch mit meiner Dina ist etwas passiert. Sie war schon immer umgänglich, wirkte aber manchmal aus unerfindlichen Gründen unzufrieden. Klingt zwar kitschig, aber sie scheint hier ihre Balance zu finden. Ganz verkuschelt ist sie geworden und aus ihren Augen strahlt Frieden.

Wir sind also angekommen. Endlich.

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